Prinzip 1: Wirkung erzielen

Die Konzentration der Kräfte ist eine Strategie die schon sehr lange von Menschen erfolgreich eingesetzt wird. Zehnkämpfer erzielen in der Regel in keiner Ihrer Disziplinen so gute Ergebnisse wie Sportler, die sich nur auf eine Disziplin konzentrieren. So ist die Konzentration der Kräfte auch bei der Forschung und Entwicklung, sowie im Arbeitsleben der Garant für Erfolg.

Größtmögliche Wirkung wird durch Konzentration statt Verzettelung erzielt,insbesondere durch Spezialisierung. Besser auf einem kleinen Gebiet der Erste sein, als auf einem großen Gebiet einer unter vielen.

Widerstände werden leichter überwunden, wenn man seine Kräfte spitz konzentriert, statt breit verzettelt.

Prinzip 2: Den zentralen Engpass lösen

Justus von Liebig hat vor 140 Jahren das Minimumgesetz populär gemacht. Das Wachstum einer Pflanze wird durch denjenigen Faktor begrenzt, welcher sich im Minimum befindet. Ist eine Wachstumskomponente nicht ausreichend vorhanden, so begrenzt sich Ihr Wachstum. So lehrte Liebig die Landwirte sich nicht mehr um alle Belange der Pflanze zu kümmern, sondern mit aller Kraft das fehlende Wachstumselement aufzuspüren und zu beseitigen. Sobald dies geschehen ist, entwickelt sich die Pflanze von ganz allein weiter.

Die Konzentration auf den zentralen Engpass, also auf den wirkungsvollsten Punkt, erleichtert in vernetzten Systemen die Lösung des Kernproblems. Dadurch lassen sich die damit verbundenen Probleme ganz oder teilweise automatisch in einer Kettenreaktion lösen. Unterschieden wird der interne und externe Engpass. Der externe Engpass hat Priorität, denn wer den externen Engpass kontrolliert, besitzt die stärkste Machtposition

Prinzip 3: Werte entwickeln – vom Immateriellen zum Materiellen

Bei der Mewes-Strategie haben die immateriellen Vorgänge den Vorrang vor den materiellen Aspekten. Alle materiellen Vorgänge haben ihren Ursprung im immateriellen Bereich. Wer immateriell Werte gezielt erkennt und entwickelt, hat anderen gegenüber einen entscheidenden Vorteil.

In jedem Wertschöpfungsprozess sind immaterielle Werte die Ursache, während materielle Werte die Wirkung darstellen. Immaterielle Werte sind daher immer vorrangig zu entwickeln. Je besser man die immateriellen Prozesse erkennt und beeinflusst, desto besser sind die materiellen und finanziellen Ergebnisse.

Prinzip 4: Nutzen- vor Gewinnmaximierung

Unsere Ziele bestimmen das Ergebnis. Die betriebswirtschaftliche Zielsetzung ist häufig die Gewinnmaximierung. Das führt dazu, dass sich Unternehmen vorrangig mit sich selbst und ihren egoistischen Interessen statt mit den Wünschen und Bedürfnissen ihrer Kunden beschäftigen.

Die Strategie der ausgewogenen Nutzenmaximierung für alle Beteiligten ist dauerhaft wesentlich erfolgreicher als egoistische Gewinnmaximierung. In einer arbeitsteiligen Wirtschaft bestimmt der Nutzen für den Auftraggeber den Preis für die Leistung des Auftragnehmers. Je größer der Nutzen für den einen, je größer der Gewinn für den anderen. Der realisierbare Gewinn ist dabei abhängig vom individuellen Nutzen

Wer stets den Nutzen seiner Zielgruppe steigert, erzielt seinen Gewinn automatisch.