Prinzip 2: Den zentralen Engpass lösen

Justus von Liebig hat vor 140 Jahren das Minimumgesetz populär gemacht. Das Wachstum einer Pflanze wird durch denjenigen Faktor begrenzt, welcher sich im Minimum befindet. Ist eine Wachstumskomponente nicht ausreichend vorhanden, so begrenzt sich Ihr Wachstum. So lehrte Liebig die Landwirte sich nicht mehr um alle Belange der Pflanze zu kümmern, sondern mit aller Kraft das fehlende Wachstumselement aufzuspüren und zu beseitigen. Sobald dies geschehen ist, entwickelt sich die Pflanze von ganz allein weiter.

Die Konzentration auf den zentralen Engpass, also auf den wirkungsvollsten Punkt, erleichtert in vernetzten Systemen die Lösung des Kernproblems. Dadurch lassen sich die damit verbundenen Probleme ganz oder teilweise automatisch in einer Kettenreaktion lösen. Unterschieden wird der interne und externe Engpass. Der externe Engpass hat Priorität, denn wer den externen Engpass kontrolliert, besitzt die stärkste Machtposition